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Dienstag, 15. Aug 2017

Ablauf im Forex Handel

ablauf

Einen Auftrag aufgeben

Aufträge für das Kaufen oder Verkaufen einer Währung können jederzeit aufgegeben werden, so lange der Markt geöffnet ist. Auf den meisten Plattformen ist das Aufgeben eines Forex-Auftrages so einfach wie ein Mausklick.

Wenn ein Trader ein Währungspaar kaufen möchte, sagt man, er nimmt eine Long-Position für dieses Paar ein. Der Trader der long geht wird profitieren, wenn der Wert des Währungspaares steigt. Ein Trader der ein Paar verkauft, geht short. Dieser Trader wird profitieren, wenn sich der Wert des Paares verringert.

Es gibt ein wichtiges Prinzip, dass es zu verstehen gilt: Ein Forex-Trader kann den Auftrag geben, ein Währungspaar zu verkaufen, dass er selbst nicht „besitzt“. Um diesen „Short Handel“ zu beenden, muss der Trader einfach nur einen Auftrag aufgeben, das Währungspaar in der Zukunft zu erwerben. Weitere Informationen über das Beenden eine Traders finden Sie unten.

Mehr über Longs und Shorts beim Forex-Handel

Das Konzept vom Kaufen, Verkaufen, Longs und Shorts beim Handel mit Währungen kann etwas verwirrend sein, da jeder Forex-Handel eine Währung für die andere tauscht – eigentlich gibt es bei jedem Handel einen Kauf/Verkauf und einen Sell/Short. Um das zu vereinfachen, ist es vielleicht am besten, sich das Währungspaar als ein abstraktes Finanzinstrument vorzustellen, dem auf dem Forex-Markt ein Preis zugeordnet wurde.
Zur gleichen Zeit muss man jedoch die Perspektive im Kopf behalten, dass dieses abstrakt erscheinende Instrument in einer sehr realen Weise den aktuellen relativen Wert zweier sehr echten Währungen repräsentiert. Wenn ein Währungspaar erworben wird, kauft der Trader die Basiswährung und verkauft die Notierungswährung. Wenn das Währungspaar verkauft wird, ist das Gegenteil der Fall: Der Trader kauft die Notierungswährung und verkauft die Basiswährung.

Auftragstypen

Aufträge sind die Anweisungen, die der Trader dem Broker zum Kaufen und Verkaufen von Währungen erteilt. Diese Aufträge werden normalerweise dem Forex-Broker direkt durch die Handelsplattform mitgeteilt.

Verschiedene Auftragstypen werden beim Handel mit Forex genutzt. Diese Forex-Auftragstypen werden Tradern, die mit dem Handel von Beteiligungspapieren oder Termingeschäften vertraut sind, bekannt vorkommen. Drei bekannte Auftragstypen sind Market Order (Börsenauftrag), Limit Order (limitierter Auftrag) und Stop Order (Stopp Auftrag).

Der Market Order (Börsenauftrag) weist den Broker an, zu den derzeitigen Marktkursen zu kaufen, und im elektronischen Zeitalter geschieht dies per Mausklick. Auf dem Forex-Markt wird dieser Auftragstyp gewöhnlich augenblicklich durchgeführt, sobald der Auftrag (per Mausklick) aufgegeben wurde. Diese Möglichkeit Aufträge sofort aufzugeben steht im scharfen Kontrast mit anderen Märkten, wo der aktuelle Preis für den der Auftrag ausgeführt wird sich stark vom Preis beim Zeitpunkt des Aufgeben des Auftrages unterscheidet.

Der Limit Order (limitierte Auftrag) weist den Forex-Broker an, einen Forex-Handel nur zu einem bestimmten Preis auszuführen. Der Auftrag könnte entweder lauten, eine Währung nur zu kaufen, wenn sie einen Preis unterhalb des jetzigen Marktpreises erreicht oder ein Währungspaar zu verkaufen, wenn es einen bestimmten Preis oberhalb des jetzigen Marktpreises erreicht.

Nehmen wir zum Beispiel einen Trader, der USD/CAD kaufen möchte, weil er glaubt, dass sich sein Wert steigern wird. Jedoch glaubt er auch, dass der Wert erst ein wenig unterhalb des jetzigen Marktpreises fallen wird, bevor er anfängt zu steigen. Da der Trader zum möglichst niedrigen Preis kaufen will, möchte er warten, bis das Paar den niedrigsten Preis erreicht, bevor er in den Handel einsteigt.

Ohne einen Limit Order müsste der Trader geduldig warten und die Handelsplattform genauestens im Blick behalten, bis der Preis seinen angestrebten Einstiegspreis erreicht, bevor er einen Auftrag aufgeben kann.

Der Limit Order automatisiert diesen Prozess. Der Limit Order kann aufgesetzt werden und die Handelsplattform wird solange warten, bis der Preis den ausgewählten Niedrigpreis erreicht.

Ein Nachteil beim Limit Order ist, dass er nur effektiv bei einem spezifischen Preis und keinen Pip mehr oder weniger ist. Jedoch muss der Trader dadurch den Markt nicht ständig genau beobachten und warten, bis sein Einstiegspreis erreicht wird.

Der Stop Order (Stopp-Auftrag) funktioniert ähnlich, ist jedoch das genaue Gegenteil des Limit Order. Dieser Auftragstyp wird normalerweise genutzt, um einen bestehenden Forex-Handel zu verlassen, in dem die Position liquidiert wird, wenn der Marktpreis sich gegen die Erwartung (und Position) des Traders entwickelt. Der Stop Order ist der Auftrag, über dem jetzigen Marktpreis zu kaufen oder unter dem jetzigen Verkaufspreis zu verkaufen. Dieser Auftrag wird gewöhnlich dafür verwendet, die Verluste einzuschränken, wenn der Preis des Währungspaares sich ungünstig in einer Forex-Position verändert. Aus diesem Grund ist er auch als Stopp-Verlust-Auftrag (Stop-loss order) bekannt.

Eine Position verlassen

Ein Trader verlässt eine Position, das bedeutet, vervollständigt den Handel oder verlässt den Markt, wenn er den gegenteiligen Handel mit dem er angefangen hat ausführt. Wenn er USD/CAD gekauft, dann verkauft er jetzt USD/CAD. Beachten Sie auch, dass der Trader auch USD/CAD anfänglich verkauft haben könnte und später US/CAD kaufen könnte, um den Handel zu verlassen und die Position abzuschließen.

Profite und Verluste berechnen

Sobald ein Handel abgeschlossen ist, können Profite oder Verluste berechnet werden – das wird meist automatisch von der Handelsplattform durchgeführt (und die meisten Handelsplattformen berechne Profite und Verluste meist durchgehend während des Handelsgeschäfts). Profit/Verlust ist die Differenz zwischen dem Währungswert, als der Handel begonnen wurde und dem Wert, als er abgeschlossen (oder verlassen) wurde. Es ist wichtig zu verstehen, wie man Profite und Verluste berechnet, um Forex-Handel insgesamt besser zu verstehen.

Wie in einer Auktion benutzt der Forex-Markt die Begriffe Angebot und Nachfrage um den Wert seiner Währung zu beschreiben. Der Angebotspreis ist der Preis, zu dem die Währung vom Trader verkauft werden kann, während der Nachfragepreis der ist, zu dem die Währung gekauft werden kann. In einem Long Handel mit einem Währungspaar ist der Profit/Verlust die Differenz zwischen Nachfragepreis, wenn der Handel begonnen wird und dem Angebotspreis, wenn der Handel abschließt. Anders herum wird der Profit/Verlust bei einem Short Trade durch die Differenz zwischen Angebotspreis bei Handelseintritt und Nachfragepreis zu Handelsabschluss berechnet. Ein Beispiel wird dies verbildlichen.

Nehmen wir an, der Trader glaubt, dass der Wert des Euros im Vergleich zum US-Dollar steigen wird. Der Trader gibt einen Auftrag zum Kauf von EUR/USD auf und der Handel wird zum (derzeitigen) aktuellen Marktpreis durchgeführt, welcher 1.3490/93 beträgt. Da der Trader zum Nachfragepreis kaufen muss (und das bei einem Full Size Account) ist der Kauf 100 000€ zum Preis von $134930.

Wie der Trader sich erhofft hat, steigt tatsächlich der Wert des Euros relativ zum US-Dollar. Der Trader schließt den Handel ab, indem er EUR/USD zum derzeitigen Marktpreis von 1.3505/08 verkauft. Da der Trader zum Angebotspreis verkaufen muss, verkauft er EUR/USD für $135050 US-Dollar.

Der Profit bei diesem Handel beträgt $80 US-Dollar ($135050 – $1354930).

Wenn der Handel jedoch nicht so gut ausgegangen wäre, wie es sich der Trader erhofft hat und unterhalb des Einstiegpreises abgeschlossen hätte, würde der Profit/Verlust ganz anders aussehen.

Nehmen wir an, der Handel hätte bei der EUR/USD Position mit einem Preis von 1.3484/87 geendet. Bei diesem Wert wären die 100 000€ für $134840 verkauft worden. Der Handel hätte einen Verlust von $90 US-Dollar bedeutet ($134 840 – $134 930).

Kontostand, Leverage und Margen

Ein kurzer Überblick zu Leverage und Margen ist vielleicht ganz hilfreich.

Jeder Trader muss auf dem Handelskonto seiner Broker-Firma Geldmittel besitzen. (Diese Anzahlung wird normalerweise in separaten Geldmittel-Konten gehalten, einem Treuhandverhältnis – meistens reguliert von den Behörden, unter denen der Broker arbeitet, aber überprüfen Sie das vorher, da die Voraussetzungen von Behörde zu Behörde – und manchmal auch von Broker zu Broker – variieren.)

Das Minimum des Kontos wird oft von den Richtlinien des Brokers festgelegt. Zu dem festgesetzten Minimum hat das Konto auch sehr praktische Anwendung für Margen. Um einen Handel zu beginnen und am Laufen zu halten, muss der Trader einen Teil des Betrags auf seinem Handelskontos verpflichten; dieser Betrag wird „Marge“ genannt und manchmal wird das gesamte Handelskonto als Margen-Konto bezeichnet. Der Betrag dieser vom Trader verpflichteten Marge ist für jeden speziellen Handel ein Prozentsatz des Handelswertes, in einem Anteil, der Leverage genannt wird.

Leverage-Verhältnisse sind gewöhnlich in einem Umfang von 100:1 bis 10:1. Wenn das Verhältnis 100:1 beträgt, muss der Trader 1% des Handelswertes als Marge reservieren.

Stellen Sie sich zum Beispiel einen Trader vor, der ein Handelsgeschäft USD/JPY in voller Größe eingeht. Dieser Handel hat einen Wert von $100 000 US-Dollar. Wenn das vom Broker angebotene Leverage 50:1 beträgt, muss der Trader 2% des Handelswerte, oder $2000, auf seinem Margen-Konto behalten. Wenn der USD/JPY im Handelswert steigt, wird der Kontostand des Traders mit dem Betrag des Profits steigen (und stellt damit weitere Geldmittel zur Verfügung, die der Trader für weitere Handelsgeschäfte verwenden kann).

Wenn das Handelsgeschäft jedoch sinkt, selbst nur temporär, muss der Trader weitere Margen verpflichten, und verringert damit den Betrag seines Margen-Kontos, welches er sonst für weitere Handelsgeschäfte hätte nutzen können. Wenn die Verluste des Handelsgeschäftes den verfügbaren Geldmittelstand auf dem Handelskonto des Traders übertreffen, verlässt die Handelsplattform meist automatisch die Position.

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